44.192.15.251

Es droht Hochwasser an der Elbe

[18.04.2023]

Ergiebige Regenfälle haben in den letz­ten Tagen die Pegel an vielen Flüs­sen stei­gen lassen. Im Os­ten Deutsch­lands wird die Situa­tion lang­sam kri­tisch.


Der April konnte bisher mit viel Regen für einen Ausgleich der vorherigen Monate sorgen. Gestern war vor allem Ost- und Süddeutschland betroffen. An der Donau kamen örtlich mehr als 20 Liter pro Quadratmeter zusammen. In den übrigen Regionen blieb es bei weniger als 10 Litern.


Insgesamt sind im April bisher nicht alle Regionen vom Regen bevorzugt worden. Während im Alpenvorland und in Teilen des Ruhrgebietes mehr als 80 Liter pro Quadratmeter registriert wurden, blieb es in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, aber auch im Norden Bayerns eher zu trocken. Dort kamen verbreitet nicht einmal 10 Liter pro Quadratmeter zusammen.


Dementsprechend reagieren auch die Pegelstände an den Flüssen unterschiedlich auf den vielen Regen. Im Westen Deutschlands sind die meisten Gewässer gut gefüllt und noch lange im grünen Bereich. Doch in den östlichen Bundesländern Sachsen und Brandenburg wird die Lage problematischer. Vor allem an der oberen Elbe stiegen die Pegel in den letzten Tagen stark an und erreichen fast die Hochwassermarken.


Am Rhein sieht es eher geteilt aus. Während am Unterrhein die Wasserstände etwas unter Normal liegen und sogar in den letzten Tagen zurückgingen, steigen sie am Mittel- und Oberrhein derzeit deutlich an. Hochwassergefahr herrscht hier aber noch nicht. Dennoch wird sich die Welle in den nächsten Tagen in den Unterrhein verlagern.


Die Aussichten für die nächsten Tage sind weiterhin sehr durchwachsen. Ein ständiges Auf und Ab hat immer wieder Regen dabei. Am Wochenende kann es vor allem im Voralpenraum wieder ergiebige Regenfälle geben.


Redaktion meteo.plus