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FIONA und NORU

[25.09.2022]

Hurrikan FIONA hat die Küste Kanadas er­reicht und für heftige Zer­störungen ge­sorgt. Das Gleiche steht nun dem Norden der Philip­pinen un­mittel­bar bevor.


Hurrikan FIONA traf in den letzten Stunden auf die Küste Kanadas, wenig westlich von Neufundland. Dabei kam es durch Unwetter zu großen Schäden. Derzeit hat sich der Sturm in ein Tief umgewandelt, erreicht aber in Böen immer noch Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke. Der zentrale Luftdruck ist wieder angestiegen, beträgt aber noch 952 hPa.



Abb. 1: Messwerte der Windrichtungen im Osten Kanadas am 25. September 2022.



Abb. 2: Messwerte der Windböen im Osten Kanadas am 25. September 2022.


Was in Kanada nun passierte, steht den nördlichen Philippinen unmittelbar bevor. Dort hat Taifun NORU die Küstenregion erreicht. Windgeschwindigkeiten von 176 bis 250 km/h und ein zentraler Luftdruck von 940 hPa werden für große Zerstörungen sorgen. Vor allem kleinere Inseln werden durch einen hohen Wellengang stark beschädigt.


Laut den aktuellen Vorhersagen wird NORU schnell weiterziehen und das Südchinesische Meer westwärts durchqueren. In wenigen Tagen könnte dann schon die Küste des Vietnams ereicht sein. Mit Windgeschwindigkeiten von 130 bis 150 km/h könnte es auch dort zu starken Unwettern kommen.



Abb. 3: Weltweite Windstärken und tropische Stürme am 25. September 2022.


Wie in der obigen Abbildung 3 zu erkennen ist, tummeln sich derzeit die meisten Stürme im Nordatlantik. Tropensturm GASTON hatte zuletzt die Azoren überquert, zieht nun aber wieder mit westlichem Kurs zurück. Tropentief HERMINE vor Westafrika schwächt sich zunehmend ab. Auch der ehemalige Tropensturm NEWTON vor der Westküste Mittelamerikas löst sich bald auf.


In der Karibik hingegen kündigt sich das nächste Unheil an. Denn dort zieht seit wenigen Tagen Tropensturm IAN weit vor den Küsten entlang und verstärkt sich langsam. Mit Windgeschwindigkeiten von 84 bis 103 km/h ist er noch relativ harmlos. Doch in den nächsten Tagen steht ein Kurswechsel in Richtung Norden an. In zwei Tagen wird der Sturm voraussichtlich als Hurrikan über den Westen Kubas hinwegziehen und den Golf von Mexiko erreichen. Dabei steht viel Energie zur weiteren Verstärkung zur Verfügung. Am 29. September könnte IAN dann als starker Hurrikan die Küste zwischen dem Mississippi-Delta und Florida erreichen.


Potential für neue Stürme gibt es derzeit in vielen Regionen. Im Bereich der nördlichen Marianen, im Südchinesischen Meer und auch vor der Westküste Mexikos kündigen sich in den Vorhersagen neue Unwetter an.


Redaktion meteo.plus