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Flusspegel steigen rasant an

[23.05.2019]

Die Regentiefs der letzten Woche haben vor allem in Süddeutschland ihre Spuren hinterlassen. Die Pegelstände an den großen Flüssen Rhein und Donau sind dadurch stark angestiegen.


Die Regentiefs Yukon, Zacharias und Axel hatten in der letzten Woche vor allem im Süden Deutschlands heftige Niederschläge gebracht. Die Monatssummen werden verbreitet weit über den Normalwerten liegen. Vielerorts gab es Überschwemmungen, die teilweise noch immer anhalten. Das Wasser hat mittlerweile auch die großen Flüsse erreicht und die Pegel ordentlich ansteigen lassen.


Am Oberrhein stiegen die Pegel an manchen Stellen innerhalb von zwei Tagen um 2 bis 2,5 Meter an. Kritische Hochwassermarken wurden aber noch nicht erreicht. Dafür lagen die Pegel in den Wochen zuvor zu niedrig. An der Donau sieht es bereits schlimmer aus. Bei Oberndorf stieg der Pegel innerhalb von drei Tagen vom Niedrigwasser in den Hochwasserbereich an. In diesem Falle um 3,4 Meter. Im benachbarten Kelheimwinzer wurde in der gleichen Zeit ein Anstieg von rund 2,5 Metern registriert.


Auch weiter flussabwärts wird es in manchen Städten bereits kritisch. Die Hochwasserwelle ist zwar bereits in Österreich angekommen, doch könnten stellenweise noch auf bayerischer Seite Hochwasserstände erreicht werden.


Am Rhein ist es nicht ganz so kritisch, doch auch hier sind die Pegel teilweise 2,5 bis 2,7 Meter angestiegen. Die Hochwasserwelle ist bereits im Raum Koblenz angekommen und bewegt sich mit einer Höhe von rund 2,5 Meter weiter den Rhein hinab. Am Niederrhein steigt der Pegel derzeit rasant an. Hier wird erst am Freitag und Samstag der Höhepunkt erreicht werden.


Im Westen Deutschlands kam in den letzten Wochen nur wenig Regen herunter. An der Mosel liegen daher die Pegel immer noch am Rande zum Niedrigwasser. In Ost- und Norddeutschland ist die Lage sehr ähnlich. Nur im Bereich der Quellflüsse der Weser, der Fulda und Werra, kam es zu ergiebigen Regenfällen. Daher wälzt sich derzeit eine Hochwasserwelle von örtlich bis zu 3 Metern Höhe dem Flusslauf entlang. Der Anfang der Welle hat bereits die Region nördlich von Hannover erreicht. Die Mainregion blieb vom Regen zwar nicht verschont, doch fiel dort deutlich weniger. Die Pegel sind daher meist nur um 1 bis 1,5 Meter angestiegen.


Redaktion meteo.plus