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Helida hält die Kälte

[12.02.2021]

Hoch HELIDA beschert derzeit weiten Teilen Europas Kälte. Tief WOLFRAM auf dem Nordatlantik gewinnt jedoch langsam an Kraft, dagegen anzukommen.


Kalte Luft hat Mitteleuropa weiterhin voll im Griff. Ursache dafür ist Hoch HELIDA, das über Skandinavien liegt, aber von Island bis nach Griechenland wirkt. Für Island sind die derzeitigen Temperaturen nichts Ungewöhnliches. Für die Britischen Inseln und der Nordhälfte Frankreichs sind sie eher eine Ausnahme. In Griechenland kommen die kalten Temperaturen zwar nicht an, aber in den restlichen Ländern Südosteuropas herrschen verbreitet zweistellige Minusgrade. Weiter nach Osteuropa sind meist Temperaturen von -15 bis unter -30°C anzutreffen.


Bei uns in Deutschland ist es ebenfalls sehr kalt. In der letzten Nacht wurden Temperaturen von bis zu -23°C registriert. Die aktuellen Vorhersagen deuten jedoch langsam eine Erwärmung an. Die folgende Übersicht zeigt die derzeitgen Temperaturverhältnisse über Europa. Nur der Mittelmeerraum profitiert momentan von etwas frühlingshaftem Wetter.



Abb. 1: Aktuelle Temperaturen in Europa am 11. Februar 2021 um 9:00 Uhr MEZ (8 UTC).


Als Gegengewicht zum kontinentalen Hoch HELIDA hat sich über dem Atlantik ein starkes Tief aufgebaut. WOLFRAM ist bereits sehr groß geworden und reicht vom nordamerikanischen Neufundland bis an die Küste Westeurpas. Der zentrale Luftdruck liegt knapp unter 960 hPa. Nördlich der Azoren betragen die Windgeschwindigkeiten teilweise 120 bis 130 km/h, ebenso an der Südküste Grönlands.


Derzeit wird das Tief leicht nach Norden abgedrängt, doch in den nächsten Tagen wird es immer mehr Einfluss auf die Wetterverhältnisse in Europa gewinnen. Es räumt die Kälte nach und nach weg und wird einen neuen Wärmeschub für den kommenden Frühling liefern. Denn WOLFRAM werden weitere Tiefs vom Atlantik folgen.


Redaktion meteo.plus