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Hoch HANNELORE breitet sich aus

[07.01.2024]

Die Hochs HANNELORE und ARBO ver­eini­gen sich und stellen auf diese Weise eine winter­liche Wetter­lage her. Kalte Luft aus dem Osten drängt bis nach Frank­reich. Im Nord­osten Deutsch­lands gibt es zudem ver­brei­tet Schnee.


Hoch HANNELORE über Norwegen und Schweden hat sich mit Hoch ARBO verbunden. Somit hat sich ein Hochdruckgebiet von Skandinavien über Großbritannien bis nach Spanien gebildet. An der Ostseite fließt nun kalte Festlandsluft aus dem Osten Europas in den Westen und Südwesten des Kontinents.


Über Italien hat sich Tief CHARLOTTE ausgebreitet und deutlich verstärkt. Es sorgt im Mittelmeer mit Regen und Wind für recht wechselhaftes Wetter und unterstützt die Ostwind-Wetterlage bei uns. Teilweise fließt noch feuchte Luft über die Alpen zu uns, doch diese wird immer weniger.



Abb. 1: Messwerte der Temperatur in Deutschland am 7. Januar 2024 um 13:00 Uhr MEZ.


Mittlerweile reicht die Kaltluft aus dem Osten bis an Rhein und Main. Aber auch in Franken und auf der Fränkischen sowie Schwäbischen Alb werden bereits Temperaturen unter Null registriert. Aufgrund der Höhenlage der Eifel werden dort ebenfalls -2 bis -4°C gemessen.


Im Tagesverlauf wird die kühle Luft immer weiter nach Süden und Westen drängen und in der Nacht überall die Temperaturen auf den Gefrierpunkt und darunter absinken lassen. Aktuell treten bereits in den nördlichen Mittelgebirgen Temperaturen von bis zu 8°C unter Null auf. In den Niederungen ist derzeit noch nicht ein solch strenger Frost anzutreffen.


Die aktuellen Vorhersagen deuten für Deutschland und weite Teile Europas abwärts. Erst zum nächsten Wochenende sind etwas mildere Temperaturen zu erwarten. Doch diese werden nicht lange anhalten. Eine weitere Abkühlung Mitte des Monats kündigt sich bereits an.


Auf dem Nordatlantik hat sich unterdessen in der Region Neufundlands wieder ein starkes Tief­druck­gebiet entwickelt. Im Zentrum ist der Luftdruck bereits auf 960 hPa zurückgegangen. Örtlich werden Windgeschwindigkeiten mit Orkanstärke registriert. Insgesamt drängt das Tief weiter ostwärts, kommt jedoch aufgrund des Hochs ARBO nicht in Richtung Westeuropa weiter, da dieses wie eine Blockade wirkt.


Redaktion meteo.plus