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Pegel steigen im Westen

[05.01.2022]

Regen hat in den letzten Tagen vor allem den Süden und Süd­westen er­reicht. Die Fluss­pegel steigen daher in dieser Region an. Mancher­orts wird es bereits kritisch.


Schon zwischen Weihnachten und Neujahr fiel in weiten Teilen Deutschlands reichlich Regen und ließ die Pegel der Flüsse vor allem im Westen und Südwesten ansteigen. Nach kurzer Erholung ging es im neuen Jahr weiter. Aber seit dem 4. Januar 2022 gingen im Süden und Südwesten erneut erheblich Regenmengen nieder.



Abb. 1: Regenmenge am 4. Januar 2022.


Sichtbar wird dies vor allem an Rhein und Mosel. Am Rhein sind die Wasserstände in zwei Tagen meist um 2 bis 2,5 Meter angestiegen, doch an der Mosel sieht es deutlich schlimmer aus. Einige Pegel zeigen Anstiegsraten von 3 bis 3,5 Meter in 24 Stunden. Mancherorts erreichen die Wasserstände daher fast schon die Hochwassermarke.


Heute blieben zwar weitere Zunahmen weitesgehend aus, doch ist die Situation weiterhin kritisch. In den nächsten Tagen kommt zwar weniger Regen vom Himmel, doch am Wochenende werden gerade in der betroffenen Region wieder starke Regenfälle erwartet. Speziell am Sonntag sind erneut 10 bis 40 Liter pro Quadratmeter möglich.



Abb. 2: Voraussichtliche Regenmengen am 9. Januar 2022.


Die Vorhersagen können und werden sich noch ändern, doch besteht die Gefahr, dass die bereits am stärksten betroffene Region erneut viel Regen abbekommt. Der Boden ist derzeit gesättigt. Alles, was hinzukommt, wird relativ rasch abfließen und die Flüsse weiter anschwellen lassen. Es ist daher in den bedrohten Gebieten große Vorsicht geboten. Aufgrund der niedrigen Temperaturen zwischen 0 und 3°C wäre es wünschenswert, wenn einiges davon als Schnee fallen und das Wasser zwischenspeichern würde.


Redaktion meteo.plus