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Plötzlich geht es überall los

[17.05.2020]

Vor wenigen Tagen erst begann im Westpazifik die Tropensturm-Saison. Der erste Taifun sorgte auf den Philippinen für Unwetter. Nun geht es auch in den anderen Weltmeeren der Nordhemisphäre los.


Am 11. Mai bildete sich vor der Ostküste der Philippinen das erste Tropentief der westpazifischen Tropensturm-Saison. Erst entwickelte sich der Sturm nur wenig weiter, dann wurde er am 13. Mai zum Tropensturm, um dann schon am Tag danach als Taifun VONGFONG über die Philippinen hinweg zu ziehen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 213 km/h sorgte er für Unwetter und örtliche Überflutungen. Der Kerndruck sank zeitweise auf 965 hPa ab. Derzeit hat er sich wieder zum Tropentief abgeschwächt und zieht nördlich weiter.


Am 16. Mai bildete sich weit vor der Ostküste Indiens das erste Tropentief der diesjährigen Saison des nördlichen Indischen Ozeans. Am Abend verstärkte er sich zum Tropensturm und erhielt den Namen AMPHAN. Die Windgeschwindigkeiten betrugen zu dieser Zeit 84 bis 103 km/h, der zentrale Luftdruck sank auf 996 hPa. Die Vorhersagen gehen davon aus, dass sich der Sturm weiter verstärken wird und mit nordöstlichem Kurs durch den Golf von Bengalen ziehen wird.


Ebenfalls am Abend des 16. Mai formten Unwetter vor der Ostküste Floridas das erste Tropentief der Saison im Nordatlantik. Sturm ONE erreicht derzeit Windgeschwindigkeiten von 57 bis 75 km/h und zieht nördlich weiter. Der zentrale Luftdruck beträgt momentan 1008 hPa.


Damit begann innerhalb weniger Tage in allen drei Weltmeeren der nördlichen Hemisphäre die Tropensturm-Saison. Einzig der Ostpazifik fehlt noch. Dort zeichnet sich jedoch auch in den nächsten Tagen noch kein Unwetter ab, das sich zum Tropensturm entwickeln könnte.


Redaktion meteo.plus