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Regen bringt nur wenig Erholung

[22.06.2020]

In den letzten Wochen regnete es zwar in einigen Regionen reichlich, doch für die Natur war es noch viel zu wenig. Auch die Flüsse erholen sich nur kaum.


In den letzten Wochen zogen in Deutschland einige Gewitter und Schauer durch. Zeitweise war auch ergiebiger Landregen dabei. Doch nicht alle Regionen konnten gleichermaßen davon profitieren.


Mehrere Tiefs brachten warme Luftmassen aus dem Mittelmeerraum zu uns. Von Osten drang oft warme Festlandsluft aus Osteuropa herein. Beide Luftmassen trafen sich oft in der Mitte Deutschlands und regneten sich aus. Die folgende Karte zeigt die bisherigen Regenmengen im Juni 2020.



Abb. 1: Regensumme in Deutschland im Juni 2020.


Die Verteilung der Regenmengen zeigt ein deutliches Band hoher Werte quer durch Deutschland. Von Nordwesten bis in den Südosten gingen sehr häufig große Mengen Regen nieder. Diese resultierten vor allem aus dem Aufeinanderprallen östlicher und westlicher Luftmassen. Die Niederschlagsmengen summierten sich diesen Monat bereits auf 100 bis 150 Liter pro Quadratmeter. Örtlich kamen auch mehr als 180 Liter zusammen.


Im Nordosten ergaben sich die Niederschlagsmengen hauptsächlich aufgrund durchziehender Gewitter. Im Südwesten zogen vor allem Gewitter aus dem Süden heran und brachten etwas Regen. Doch blieb es in dieser Region meist trockener. Im Voralpenraum trafen die feuchten Luftmassen meist von Norden an die Alpen und regneten sich aus. Dadurch gingen verbreitet über 160 Liter pro Quadratmeter nieder. Örtlich waren es auch mehr als 220 Liter.


Die Flüsse konnten sich zwar stellenweise erholen, doch an Rhein, Mosel und Main liegen die Pegel immer noch recht niedrig. Der Regen im Voralpenland floss meist über die Donau ab. Aber auch dort stiegen die Flusspegel oft nur in Richtung des normalen Wasserstands und gehen bereits wieder langsam zurück. An der Elbe konnten sich zumindest oberhalb von Wittenberg mittlere Wasserstände einstellen.


Derzeit ziehen nur noch wenige Schauer durch. In den kommenden Tagen werden diese noch seltener. Die aktuellen Vorhersagen zeigen erst am Donnerstag wieder vereinzelte Schauer von Sachsen bis Brandenburg an. Am Freitag sind dann auch an den Alpen und in der Region um die Eifel Schauer und Gewitter zu erwarten. Bei Temperaturen von bis zu 29°C eine willkommene Erfrischung. Am Samstag werden voraussichtlich überall im Lande 28 bis 30°C erreicht. Im Südwesten sind auch 33 bis 34°C möglich. Dann könnten im Süden und Westen auch wieder vermehrt Gewitter auftreten.


Redaktion meteo.plus