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Regen im Südwesten

[14.01.2021]

Über dem Westen Europas spielt sich derzeit ein Kräfte­messen zwischen ver­schiedenen Luft­massen ab. Dabei kommt es örtlich zu extremen Wetter­ereignissen.


Über der iberischen Halbinsel liegt derzeit Hoch ANTJE und beschert Spanien kaltes winterliches Wetter. Über dem Nordosten Deutschlands hält derzeit Tief DIMITRIOS dagegen. Die Luftmassen beider Druckgebiete trafen sich heute über dem Südwesten Deutschlands. Die folgenden Grafiken zeigen die prognostizierte Regenmengen für den Donnerstag sowie die tatsächlich aufgetretenen Regensummen.



Abb. 1: Wettervorhersage für Deutschland: Tagesregenmenge am 14. Januar 2021.



Abb. 2: Regensumme für Deutschland am 14. Januar 2021.


Am heutigen Donnerstag zwängte sich noch Tief ERHAN II von Schottland kommend zwischen die Fronten und sorgte mit einem Kaltlufteinbruch über Frankreich für winterliches Wetter. Über dem Südwesten Deutschlands brachte das Tief ebenfalls reichlich Regen, in den höheren Lagen auch Schnee. Vor allem im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb sorgte es bis in den Abend verbreitet für ein Verkehrschaos.


In den nächsten Tagen wird sich der Regen erst einmal in den Süden verziehen. Doch nach einem Temperaturrückgang kommt am Sonntag der nächste Regen in den Südwesten Deutschlands. Verbreitet sollen 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter fallen. Aufgrund der nächtlichen Temperaturen von -9 bis -4°C dürfte der vorgekühlte Boden verbreitet sehr glatt werden. Am Tage werden die Temperaturen überall in Deutschland im Minusbereich verbleiben. Für das Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, aber auch in Teilen Nordrhein-Westfalens und Hessens, wird dies wieder ergiebige Schneefälle bedeuten.


Lange wird das Weiß aber nicht liegen bleiben. Denn schon am Montag steigen die Temperaturen wieder deutlich an. Dann werden bei 2 bis 4°C viele Schneeflächen wieder verschwinden. Nur in den Höhenlagen können sie dann noch ein paar Tage überdauern.


Redaktion meteo.plus