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Tropensturm-Saison weiterhin sehr aktiv

[24.09.2019]

Auf dem Atlantik herrscht derzeit Hoch­saison. Ein Tropen­sturm nach dem anderen zieht über das Meer und erreicht teil­weise auch Küsten­region­en. Im Indischen Ozean wird derzeit der Oman bedroht.


Die Anzahl der Tropenstürme, die in den letzten Tagen auf dem Atlantik und dem östlichen Pazifik die Küsten Mittel- und Nordamerikas bedrohten, hat zwar etwas abgenommen, doch hat sich die Lage damit nicht entschärft. Zuletzt war die mexikanische Halbinsel Niederkalifornien von zwei Stürmen heimgesucht worden. Tropensturm LORENA zog über bewohnte Gebiete hinweg und löste sich im Golf von Kalifornien auf, Tropensturm MARIO blieb weiter draußen auf dem Pazifik, seine Ausläufer erreichten jedoch die Küste.


Der deutlich ältere Tropensturm KIKO existiert weiterhin und bleibt relativ stabil. Mit Windgeschwindigkeiten von immer noch mehr als 75 km/h sorgt er weit südöstlich von Hawaii für unruhige See. Potential für die nächsten Stürme gibt es in dieser Region bereits. Wie stark sie werden, ist aber noch sehr unsicher.


Im Nordatlantik ziehen derzeit drei Stürme über das Meer. Tropensturm JERRY könnte in den nächsten Tagen noch für die Nordostküste der USA gefährlich werden, da er seinen Kurs derzeit in Richtung Festland geändert hat. Der Sturm ist noch weit weg und könnte noch abdrehen, aber die Gefahr ist noch nicht gebannt. Tropensturm KAREN zog in den letzten Tagen durch die östliche Karibik und überquert in den nächsten Stunden Puerto Rico. Tropensturm LORENZO ist der jüngste Sturm, der sich vor wenigen Tagen vor der Westküste Afrikas gebildet hatte. Aus der Region südlich der Kapverdischen Inseln nahm er Anlauf und zieht derzeit in einem leichten Bogen auf den Nordatlantik. Laut den aktuellen Vorhersagen wird der Sturm bald Hurrikan-Stärke erreichen. Er wird sich aber voraussichtlich weit draußen auf dem Meer aufhalten und keine Küsten erreichen.


Im nördlichen Indischen Ozean ist derzeit HIKAA unterwegs. Der Sturm, der sich gestern morgen bildete, hat sich bereits zum Zyklon verstärkt und steuert mit seinem westlichen Kurs auf die Küste des Oman zu. Dort wird er in wenigen Stunden an Land gehen und für starke Winde und ergiebige Regenfälle sorgen. Derzeit erreicht er Windgeschwindigkeiten von 131 bis 157 km/h.


Die Hochsaison im Nordatlantik ist derzeit voll im Gange. Nach einer eher ruhigeren Phase im Sommer hat die Aktivität extrem zugenommen. Dennoch sind die meisten Stürme relativ schwach ausgeprägt. Der schlimmste Sturm war bisher DORIAN. Es ist durchaus möglich, dass die Intensität der Saison im Oktober wieder rasch abnimmt und in den Wintermonaten noch für die ein oder andere Überraschung sorgen wird.


Redaktion meteo.plus