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Tropensturm vor Madagaskar

[19.01.2021]

Tropensturm ELOISE steuert derzeit auf Madagaskar zu und wird mit starken Regenfällen und Sturm für Unwetter sorgen.


Gestern zogen noch zwei Tropenstürme durch den südlichen Indischen Ozean. Weit vor den Küsten Australiens und Indonesiens zog Tropensturm JOSHUA mit südwestlichem Kurs langsam über das Meer und erreichte zeitweise Windgeschwindigkeiten von 84 bis 113 km/h. Derzeit löst es sich stetig weiter auf und weist nur noch schwache Winde auf.


Kurz nach der Entstehung von JOSHUA bildete sich weiter westlich das siebte Tropentief der Saison. Am 17. Januar bildete es sich zum Tropensturm ELOISE aus. Auf seinem Weg in Richtung Madagaskar erreichte es heute Windgeschwindigkeiten von 93 bis 122 km/h. Der zentrale Luftdruck beträgt aktuell 986 hPa. In den nächsten Stunden wird es die Küste im Nordosten der Insel erreichen und für entsprechende Unwetter sorgen. Die Windgeschwindigkeiten werden immerhin nicht weiter zunehmen.



Abb. 1: Messwerte der Windrichtung für Madagaskar am 19. Januar 2021 um 11 UTC (14:00 Uhr Lokalzeit).


In der Landeshauptstadt Antananarivo werden morgen Windgeschwindigkeiten von 4 bis 5 Bft erwartet, was ca. 20 bis 40 km/h entspricht. Im Norden des Landes wird jedoch mit stärkeren Winden zu rechnen sein.


In den letzten Tagen sorgte Tropensturm KIMI an der Nordostküste Australiens für Sturm und Regen. Nachdem er zeitweise Windgeschindigkeiten von 75 bis 103 km/h erreichte, drehte er wieder von der Küste ab und löste sich auf.


Laut den aktuellen Vorhersagen wird sich Tropensturm ELOISE zwar über Madagaskar abschwächen, aber in der Straße von Mosambik wieder erneut verstärken. Am 23. Januar könnte der Sturm sogar als Zyklon auf den südlichen Teil Mosambiks treffen. In der küstennahen Stadt Nhachengue werden bei Windstärke 6 bis 7 Bft 100 bis 120 Liter pro Quadratmeter erwartet. Ansonsten bleibt es vor allem im östlichen Teil des südlichen Indischen Ozeans turbulent. Dort besteht in den nächsten Tagen Potential für mindestens einen weiteren Sturm.


Redaktion meteo.plus