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Wenig Eis innerhalb der Polarnacht

[14.12.2020]

Noch breitet sich die Polarnacht in der Arktis weiter aus. Das dortige Meereis zwar auch, aber weniger als üblich.


Noch bis zum 21. Dezember breitet sich in der Arktis die Polarnacht weiter aus. Aufgrund dessen, dass in dieser Region auch die Temperaturen deutlich zurückgehen, breitet sich dort auch das Meereis wie jedes Jahr aus. In den Gebieten, die noch von der Sonne beschienen werden, zog sich das Eis hingegen bis vor kurzem noch zurück.


Es ist nun in den arktischen Gewässern so kalt, dass sich auch in den Gebieten außerhalb der Polarnacht wieder das Eis ausbreitet. Der Tiefststand lag jedoch ähnlich niedrig wie in den vergangenen vier Jahren. Vor 2016 blieb deutlich mehr Eis übrig.


Der Bereich innerhalb der Polarnacht gewann seit der Tag-und-Nacht-Gleiche Ende September wie üblich an Eisfläche. Doch diesen Winter wird der Höchststand in dem von der Sonne nicht beschienenen Gebiet geringer ausfallen. Es läuft derzeit auf die gleichen Verhältnisse hinaus wie Ende 2016.


Welche Wirkung wird dies auf den Gesamthöchststand im März haben? Dem damaligen Ereignis folgte im März 2017 eine deutlich geringere Ausdehnung des Meereises. Der Verlust zum Vorjahr betrug 2 Millionen Quadratkilometer. Sollte dieser Verlust nun erneut auftreten, würde dies die positive Entwicklung des Eishöchststandes in den letzten Jahren wieder zunichte machen und für neue Rekorde beim Eisverlust sorgen.


In den Gewässern der Antarktis entwickelt sich die Ausdehnung des Meereises derzeit gut. Der Höchststand lag erneut über denen der Vorjahre und auch die Tiefststände weisen einen positiven Trend auf. Damit bewirkt sie bei der gesamten weltweiten Meereisfläche rein rechnerisch einen positiven Trend.


Redaktion meteo.plus